LEISTUNGEN DIE PRIVATEN KRANKENKASSEN OFT VERWEIGERN

LEISTUNGEN DIE PRIVATEN KRANKENKASSEN OFT VERWEIGERN

Eine private Krankenversicherung lohnt sich besonders für Beamte. Durch die Beamtenbeihilfe oder die Beihilfe bei Soldaten erhält dieser Personenkreis einen Teil der Behandlungskosten, Kosten für Medikamente, stationäre Aufenthalte und Kuren für sich und seine Familie erstattet. Deshalb ist nur die Absicherung des Differenzbetrages notwendig, was mit speziellen Beamtentarifen bei den privaten Krankenversicherern kostengünstig möglich ist. Insbesondere der Berufssoldat mit einer Anwartschaftsversicherung ist nach seiner Pensionierung preisgünstig privat versichert. Ist eine Anwartschaft vorhanden, so spielt es auch keine Rolle, ob der Versicherungsnehmer gesund ist oder vom Arzt wegen einer chronischen Erkrankung behandelt wird. Mit der Einführung der Versicherungspflicht haben viele Versicherungsnehmer eine private Krankenversicherung abgeschlossen.

Vom Allgemeinmediziner bis zum Augenarzt

War noch vor Jahren die Erstattung der Behandlungskosten bei den privaten Krankenkassen kein Problem, so müssen sich heute Versicherungsnehmer Sorgen machen ob und in welcher Höhe die Rechnungen erstattet werden. Die Versicherer sind schon seit einigen Jahren dazu übergegangen die Rechnungen genauer zu prüfen und verweigern immer häufiger die Leistungserstattung. Für den Versicherungsnehmer ist dies sehr ärgerlich, hat er in den meisten Fällen doch die Rechnung beim Arzt bereits beglichen und bleibt nun auf dem Betrag für die verweigerte Erstattung sitzen. Die Leistungsverweigerung wird fast immer mit den gleichen Argumenten begründet. Die häufigsten Ablehnungsgründe sind:

  • die Notwendigkeit einer Behandlungsmaßnahme wird bezweifelt
  • die gesamte Behandlung wird in Zweifel gezogen, teilweise mit der Begründung, der Versicherungsnehmer sei zum Zeitpunkt des Behandlungsbeginns gesund gewesen
  • die Höhe der vom Arzt berechneten Gebühren wird infrage gestellt
  • neue Mittel oder Behandlungsmethoden werden nicht erstattet, weil sie noch nicht im Versicherungsvertrag oder im Hilfsmittelverzeichnis eingetragen sind

Der Blick auf die Rechnung

Da wird beispielsweise die neue Brille nicht oder nur zum Teil erstattet, weil bei zu geringem Augenfehler die gewählten Kunststoffgläser unnötig seien. Erst ab einer bestimmten Dioptrienzahl werden die leichteren Kunststoffgläser erstattet, auch wenn der Patient privat versichert ist. Das Nachrichtenmagazin FOCUS unkte schon, dass manche private Krankenkasse geiziger sei als die gesetzlichen Krankenversicherer.

Dabei ist die Rechnung der Krankenversicherer recht einfach. Sie verweigern einen bestimmten Punkt der eingereichten Rechnung in der Hoffnung, dass der Versicherungsnehmer wegen des geringen Betrages nicht gleich klagen wird. Sie spekulieren darauf, dass der Kunde das Risiko scheut, bei einer Klage eventuell für die Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten aufkommen zu müssen. So werden etwa 10 – 20% der Rechnung gestrichen. Bei einem jährlichen Leistungsvolumen von über 20 Milliarden Euro sparen die Unternehmen so reichlich an Ausgaben ein. Ist der Patient privat versichert, so ist er heutzutage gut beraten, wenn er eine private Rechtsschutzversicherung abschließt, natürlich bei einem anderen Versicherer.

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